31.10.2010
“Einfach Spitze, dass Du da bist …”
Impressionen von der Einführung von Pfarrer Johannes Käßler

Die ersten Gratulanten waren die Kinder der Christenlehre. “Einfach spitze, dass Du da bist…” schmetterten sie Pfarrer Johannes Käßler zu Beginn des Gottesdienstes am Reformationstag entgegen und überreichten einen gebastelten Blumenstrauß mit vielen guten Wünschen und Willkommensgrüßen.

Zur offiziellen Amtseinführung von Pfarrer Käßler waren viele Gemeindeglieder und Gäste gekommen. Superintendent Andreas Conzendorf überreichte die Urkunde des Landeskirchenamtes, in der Johannes Käßler die 3. Pfarrstelle der St. Andreas-Gemeinde und Schwesterkirchgemeinde Euba (50%) sowie die landeskirchliche Pfarrstelle für Religionsunterricht (50%) auf sechs Jahre befristet übertragen wird.

Unter dem biblischen Motto und Wochenspruch aus dem Korintherbrief
“Einen andern Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus”
wurde Pfarrer Käßler für seinen Dienst in der Gemeinde und Schule vom Superintendenten, Kirchenvorstandsmitglied Carsten Kuniß und Religionspädagogin Anne Lätsch gesegnet. Auch die Koordinatorin der Sächsischen Bildungsagentur Frau Jurtz beglückwünschte den neuen Chemnitzer Schulpfarrer und freute sich auf eine gute, weitere Zusammenarbeit.

Pfarrer Käßler hielt die Predigt zum Reformationsfest zum reformatorischen Grundtext aus dem 3. Kapitel des Römerbriefes
“… Gerechtigkeit, allein durch den Glauben …”
Dabei spannte er den Bogen vom Ringen des Apostels Paulus um Glauben und Gottes Gerechtigkeit, über das Ringen Martin Luthers bis hin zur Kirche der Gegenwart: “Wie gelingt Leben? Wie erreiche ich es, vor Gott gerecht zu sein und den Menschen gerecht zu werden?”
Bei allen Bemühungen und Anstrengungen ist es doch “Allein die Gnade, die uns immer wieder neu beginnen lässt.”, lautete die Antwort.
Und so stand auch der neue Auftrag Pfarrer Käßlers in Kirchgemeinde und Schule unter diesem reformatorischen Grundgedanken und zog sich wie ein roter Faden durch Predigt und Gottedienst.

Nach dem Gottesdienst wurde zu einem kleinen Imbiss mit Reformationsbrötchen eingeladen. Familie Käßler wurde noch einmal in lockerer Gemeinderunde begrüßt und beglückwünscht, mit vielen lieben Willkommensworten aus verschiedenen Gemeindegruppen und liebevollen Geschenken. Mögen die Johannisbeersträucher des Seniorenkreises ebenso gut Frucht tragen wie das Wirken von Pfarrer Käßler in der Eubaer Kirchgemeinde! Dieses hatte praktisch ja schon vor einigen Wochen begonnen. Zunächst als Vakanzvertretung in Euba und seit 1. August in beiden neuen Stellen. Doch Ende November ist Pfarrer Käßler mit seiner Frau Mona und den Kindern Bernice (19), Themos (17), Jonathan (15) und Mathilda (9 Monate) nun nach Euba umgezogen.

Noch einmal: Herzlich Willkommen für Pfarrer Käßler und seine Familie!

Text: Heike Rottluff / Fotos: Benno Thiemer