Historisches / Chronik

Auszug aus der Geschichte der Kirchgemeinde Euba

Kirchenansicht

1250
Die Meißner Bistumsmatrikel erwähnte das Dorf (E) Ybe oder (E) Ywe´ (n) erstmalig als Kirchendorf, das dem Kloster Zschillen (heute: Wechselburg), steuerpflichtig war. Nach 1317 wurden die Abgaben an das Benediktinerkloster Chemnitz geleistet (Jetzt Schloss Chemnitz) Mobile Priester lasen in einem Holz- oder Fachwerkkirchlein, das sich die Bewohner unter der Leitung geschickter Mönche errichtet hatten.

Anfang 15. Jahrhundert
Der Bau einer gotischen Dorfkirche und eines kleinen Pfarrhauses für einen stationären Priester begann.

Ende 15. Jahrhundert
Euba erhielt einen gotischen Flügelaltar, der bis 1796 die Kirche schmückte.

1538 bis 1540
Katholische Priester flohen aus Zwickau und wurden als letzte katholischen Priester Eubas im Dorf ansässig.

1542
Peter Bernhäuter wurde evangelischer Pfarrer in Euba.

1566
Die Kirchschule Euba, unter Leitung von Pfarrer Clemens Hunger, wurde erstmalig im Gemeindeblatt erwähnt.

1597
Richter Christoph Kluge stiftete zur Einführung des Pfarrers Theophil Mylius einen Taufstein.

1633
Das Dorf war durch den 30-jährigen Krieg als auch durch die Pest entvölkert. Das Pfarrhaus war, wie viele Häuser in unmittelbarer Umgebung, zerstört. Der Pfarrer Georg Agricola verließ Euba, um für ein Jahr eine Stelle als Pestpfarrer in Chemnitz anzutreten.

1672
Weil sich die Bevölkerung nach den Ereignissen der vergangenen Jahre minimiert hatte, besaß das Dorf keinen eigenen Pfarrer mehr. Zuständig für die Eubaer Gemeinde wurde der Pfarrer Johannes Fritzsch. Nach 39 Jahren konnte das Pfarrhaus wieder aufgebaut werden.

1743
Die Dorfkirche erhielt einen neuen Altarleuchter aus Zinn.

1744
Die Gemeinde wurde durch eine neue Orgel, die Johann Christoph Oestereich konstruierte, bereichert.

1797
Nachdem die alte gotische Kirche 1794 abgebrannt war, mussten die Trümmer drei Jahre später abgerissen werden. Leider konnten nur der Altar, der Taufstein, die Orgel und der Altarleuchter aus den Ruinen gerettet werden. Nach Vorbild der Leubsdorfer Kirche wurde unter der Leitung von Samuel Friedrich Voigt ein neues Gebäude für die Gemeinde errichtet.

1824
Dem Wiederaufbau der Kirche schloss sich die Rekonstruktion des Pfarrhauses unter Verwendung des Hibersdorfer Porphyr (vulkanisches Gestein) an. Außerdem wurde das Obergeschoss mit dem Anbau einer Veranda komplettiert, gleichzeitig ersetzte eine Freitreppe den bisherigen Kellereingang

1898
Eine gründliche Rekonstruktion und Umgestaltung der Kirche erfolgte nach Plänen von Architekt Reuter. Die Gestaltung der Altarfenster oblag Prof. Josef Goller.

nach 1945
Nach dem 2. Weltkrieg wurden neue Glocken aus Stahlguss von Schilling & Söhne aus Apolda installiert. Zudem fand der Gemeindesaal im Seitengebäude, das 1858 entstand, Platz. Die Kanzlei und der Christenlehreraum wurden im Pfarrhaus untergebracht. An den Dächern wurden Sanierungsarbeiten und Erneuerungen durchgeführt. Neben Reparaturen an den Kirchenfenstern und Türen wurden neue Podeste für einen Teil des Kirchengestühls angebracht. Außerdem kam es zum Abriss des hölzernen Kirchenanbaues sowie der Pfarrscheune. Eine elektrische Heizung wurde eingebaut und die Elektroanlage erneuert.

1992
Als Notprogramm begann die Restaurierung des Kirchkomplexes.

 

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