03.01.2010
Ein Brief zum Abschied an Pfarrer Michael Hecker

Lieber Michael,

im Namen Deiner Dir anvertraut – gewesenen – “Schäfchen”, möchten wir herzlich DANKESCHÖN sagen für die gemeinsame Zeit, in der Du als Hirte bei uns warst.
Wenn wir zurück blicken, kommt uns das Wort “Leben in Fülle” in den Sinn: denn dazu gehören doch beide Seiten: die Freude und der Schmerz.
Du hattest keine “volle Stelle” in Euba, aber Du hast Dich mit all Deinen Möglichkeiten voll eingebracht – und dafür möchten wir Dir danken!

Wir lassen Dich und Deine Frau ungern ziehen, lieber Michael, aber heißt es nicht, dass wir loslassen sollen? Wer loslassen kann, ist ein gesegneter Mensch. Hilde Domin sagt: “Seid bescheiden, haltet nichts fest.”
Machen wir uns also gemeinsam auf den Weg: Du als Aufbrechender – wir als aufbrechende Zurückgelassene – und stellen uns dabei unter den guten Segen Gottes: “Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.” Amen.
Was wir behalten dürfen, ist der Glaube an unseren großen Gott, den Du uns als Pfarrer gestärkt hast.
So wollen wir Dich, lieber Michael, als vielleicht letzten Eubaer Pfarrer ziehen lassen: “Friede sei mit Dir – Shalom!”

Deine Kirchvorsteher – am 2. Sonntag nach Weihnachten, 3. Januar 2010