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Andacht

Sterne als Wegweiser

Nicht wegzudenken sind sie, die Sterne in der Advents- und Weihnachtszeit.
Sie leuchten in den Fenstern und am Weihnachtsbaum, aber auch im Einkaufszentrum und auf dem Weihnachtsmarkt. Sterne gehören dazu, weil schon beim ersten Weihnachtsfest ein Stern den Weisen den Weg zum Kind gewiesen hat.

In der Weihnachtsgeschichte des Matthäus ist zu lesen: „Als sie (d.h. die Sterndeuter) den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und knieten vor ihm nieder und beteten es an.“ (Mt 2, 9+10; Monatsspruch für Dezember). Der Stern hat die Weisen auf den Weg gebracht. Bis heute wird gerätselt, ob ein Komet für dieses Phänomen verantwortlich war, eine Supernova oder eine besondere Konstellation der Planeten Jupiter und Saturn. Naturwissenschaftlich lässt sich der Stern von Bethlehem nicht zweifelsfrei erklären.

An dieser Frage hält sich auch die Überlieferung nicht auf. Für sie ist wichtig, wohin der Stern die Menschen führt. Denn nicht des Sternes wegen sind die Gelehrten aus dem Morgenland aufgebrochen, sondern weil mit diesem die Botschaft von der Geburt eines neuen Königs verknüpft war. Zwar freuen sie sich über den Stern, aber er ist nicht das eigentliche Ziel ihrer Reise. Er ist nur der Wegweiser. Das Ziel ist das Kind, der neugeborene König, der Christus und Gottessohn. Ihn wollen die Weisen finden, anbeten und beschenken. Mit diesem Kind wird Gott Mensch und unser Verbündeter. Das ist die frohe Botschaft von Weihnachten, die Freude auslösen möchte. So hat der Stern den Weisen den Weg hin zum eigentlichen Grund des Weihnachtsfestes gewiesen.

Eigentlich sollten alle Sterne, die in diesen Tagen leuchten, diesem Ziel dienen. Sie sollen Wegweiser sein hin zu dem, um dessentwillen wir Weihnachten feiern – Jesus Christus. Wenn das passiert, haben die Sterne und mit ihnen alle anderen weihnachtlichen Ausschmückungen ihren Sinn erfüllt. Dann können wir uns zu Recht an ihnen freuen. Schade wäre es jedoch, wenn all dieses Beiwerk den Kern des großen Festes überlagert oder gar verdrängt. Dann bliebe auf der Strecke, was die Reise der Sterndeuter erst zielführend gemacht hat. Denn nur dort ereignet sich Weihnachten, wo Menschen Jesus Christus begegnen, ihn anbeten und sich an seiner Gegenwart erfreuen.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr 2019 wünscht im
Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher
Ihr Pfarrer Daniel Förster